Prüfungen, spontane Entscheidungen und Larps

Was ’ne Woche. Da versemmelt man Dienstags eine Klausur (Druckbetankung funktioniert mit dem Gehirn einfach nicht), hat deswegen bis Mittwochs abends schlechte Laune, führt ein Zwei-Stunden-Telefonat mit einer lieben Freundin, die die Welt einmal wieder zurecht rückt, holt Donnerstags ein Paket mit Leinenstoff aus der Packstation, den man eigentlich am Wochenende verarbeiten wollte und entscheidet sich Freitags mittags dann dazu, am gleichen Abend noch auf ein Larp zu fahren.

Irre.

Ich glaube, ich habe Freitag eine meiner besten Spontanentscheidungen getroffen. Die Fahrt war zwar lang und ich bezahle grad mit Fieber und einer Erkältung, aber das Wochenende hat sich gelohnt.

Ich hab viele Gesichter wiedergesehen, die ich sehr lange nicht gesehen habe, habe mich über viele neue Bekanntschaften gefreut und vor allem über die sofortige Verbindung zu zwei Menschen, die ich nur flüchtig bzw. gar nicht kannte. Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie schnell man manchmal zu jemandem eine tiefe Verbindung aufbauen kann. Sofortiges Vertrauen, tiefgründige Gespräche und ein kleines Stück Berührung von Seelen. Wahnsinn!!

Am Schönsten war jedoch die Überraschung für jemanden, der mir sehr am Herzen liegt. Ich hatte nichts davon gesagt, dass ich komme. Leider hab ich den ersten Gesichtsausdruck nicht sehen können, denn als wir uns begegneten, war es dunkel und wir waren im Wald. Aber ich glaube, die Überraschung ist gelungen, zumal ich einen Anpfiff dafür kassiert habe, nicht schon vorher was gesagt zu haben. Wegen gleichem Zimmer und so.

Ich hatte unglaublich viel Spaß. Ich hab selten so viel gelacht wie dort und ein Dialog, der definitiv in die Annalen eingehen wird ist dieser:

Ich: Ich möchte über Gefühle reden.

M.: Über welche Gefühle möchtest Du denn reden?

Ich: Schniepelgefühle!

Schön war auch der Austausch des ersten Buchstabens bei Rosen und Hosen. So hatten wir plötzlich unglaublich viel Spaß mit dem Hosenkavalier, dem Rosenträger und nicht zu vergessen dem Hosenkohl. Wer mich kennt, kennt meinem Lachflash. Den hatte ich da. Und nicht zu knapp. Das mag auch an diesen unsäglichen Zuckerstangen mit Spritz-Pfefferminz gelegen haben, die wir beim Waldspaziergang genüsslich verspeisten.

Ich konnte Freitag Abend in der Taverne nach langen Jahren mal wieder als Bardin spielen. Es war großartig. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals hätte vermissen können, weil’s doch echt anstrengend ist. Aber es war toll. Alrik, mein liebster Klampferich, hat gut durchgehalten und der Freitag Abend war einfach schön.

Der Samstag Abend war auch schön, aber aus anderen Gründen. Für ein bisschen Zeit mit einem Herzensmenschen setz ich mich gern ins Auto, lass mich als NSC verhauen, knicke noch doof mit’m Fuß um und schlepp ’ne Erkältung mit heim.

Aber das war es wert. Ich würde es jederzeit wieder tun!!

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