Unmut

Freilich, freilich, alles eitel,
Alles Trug und Schein –
Ach, wie bald ergraut der Scheitel,
Und du stehst allein!

Deine Hoffnungen und Taten
Hat die Zeit gefällt,
Und du siehest neue Saaten
Ohne dich bestellt.

Und du fragst zuletzt mit Grollen:
Hab‘ ich nur gelebt,
Um der rauhen Hand zu zollen,
Die die Gräber gräbt?

Ferdinand von Saar
Category: Poesie
You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed.You can leave a response, or trackback from your own site.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.