Vom Optimismus

Ich denke, ich kann dieser Tage behaupten, dass es mir ausgesprochen gut geht.

Mein Auto hat Winterschluffen und einen Arzttermin (nix wildes, nur Inspektion und Bremsen), ich hab seit fast ’nem halben Jahr keine ernsthafte Erkrankung gehabt (olé, Rekord!! Das war auch mal anders), ich hab den tollsten Mann der Welt an meiner Seite (der steht Sonntags auf und macht Frühstück mit frischen Brötchen <3) und ich hab einen Job, der mich fordert und fördert. Was will man mehr?
Selbst, wenn es Dinge gibt, die für mich grad neu sind und daher einen gewissen Schrecken bergen, versuche ich stets, vorurteilsfrei und motiviert alles anzugehen. Bisher ist diese Strategie aufgegangen. Ich fluche zwar ab und an (wie Sonntag beim Laubfegen und über die daraus resultierenden Rückenschmerzen), aber selbst das sind nur Begleiterscheinungen. Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass es endlich rund läuft (wer mich näher kennt, kennt auch meine ganzen Stolpersteine).
Ich denke, mein zum Teil unerschütterlicher Optimismus trägt daran einen großen Anteil und ist irgendwie ein Teil meiner Lebensphilosophie geworden. Wie das kam, weiß ich auch nicht, aber der Optimismus ist herzlich willkommen und darf sich gern häuslich auf längere Zeit einrichten.
Ich versuche, auch in Rückschlägen immer etwas positives zu finden. Das ist absolut nicht immer leicht und manchmal dauert es, bis ich so manche Entwicklung derart erkannt habe, dass sie mir für die Zukunft nützt. Aber letztendlich kommt immer irgendwann die Einsicht, dass alles so, wie es gekommen ist, kommen musste. Und dass es gut war, wie es war.
Manchmal fehlt mir noch die innere Gelassenheit, mich immer auf dieses Lebensmotto zu stützen, weil manches dann doch wie eine Lawine über mich einbricht. Dann muss aber sortiert und analysiert werden ud irgendwann ist auch wieder der Überblick da.
Derzeit befinde ich mich in einer Phase des Überblicks. Das gibt mir viel Sicherheit, auch wenn Unsicherheiten und Unklarheiten da sind. Aber das große Ganze stimmt. Und das ist wichtig.
Ich hab meine Liebe zur Musik in der jüngsten Vergangenheit echt etwas vernachlässigt. Hab fast vergessen, wie gut es mir tut, abends ab und an mal auf meinem Alrik rumzuklimpern.
Irgendwann werden sich noch eine Harfe und ein E-Piano dazu gesellen, aber dafür ist noch Zeit.
Selbst das Singen im Auto tut gut. Allerdings merk ich da, wie eingerostet meine Technik ist: zu viel Druck, zu viel Kehle… Wird Zeit, den feinen, silbrigen Klang, den einst mein Gesangslehrer beschrieben hatte, wieder abzustauben und herauszukitzeln.
Aber alles in allem bin ich sehr froh, dass es so ist, wie es ist. Es ist gut so, wie es kam. Denn es wird immer alles gut 🙂
Category: Erlebnisse
You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed.You can leave a response, or trackback from your own site.
One Response
  1. theomix says:

    Sieht so aus, als ob alles wird… Schön so.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.