Zwischenmenschliche Beziehungen oder Die Reduktion auf eine Tätigkeit

Jede unserer menschlichen Beziehungen engt uns irgendwie ein, je näher sie ist, um so fühlbarer. Frei zu sein von Bindungen dieser Art, das würde bedeuten, in völliger Armut und Einsamkeit des Herzens zu leben.
~ Minna Cauer ~

Wieder einmal hat mich meine Menschenkenntnis im Stich gelassen. Die macht wohl derzeit zusammen mit meiner Motivation Urlaub auf Mauritius oder so.
Wenigstens mein Selbstwertgefühl, mein Stolz und meine Würde sind mir geblieben. Und das ist auch gut so.

Ich durfte heute wieder eine zwischenmenschliche Erfahrung der besonderen Art machen.
Wenn ich Zeit mit meinen Freunden oder Bekannten verbringe, dann weil ich sie mag und nicht, weil sie mir, außer dem zwischenmenschlichen Austausch miteinander, noch etwas anderes bieten.
Es gibt Menschen, die sehen das anders. Diese sehen es als vertane Zeit an, wenn man „einfach mal so“ vorbei kommt. Da wird man auf genau eine Tätigkeit reduziert, wofür sich ein gewisser Zeitaufwand lohnt. Ich glaube, deutlicher kann man jemandem nicht mitteilen, wie gering man ihn schätzt.
Leider ist mir heute genau das gesagt worden. Leider bin ich mir zu schade, dafür herzuhalten, andere Leute lediglich zu bespaßen. Ich bin so viel mehr als nur das. Ich lasse mich nicht reduzieren. Mich gibt’s im Gesamtpaket oder eben gar nicht. Irgendwas dazwischen ist ein fauler Kompromiss, bei dem ich auf der Strecke bliebe. Definitiv nicht mein Stil, definitiv nicht meine Art.

Ich habe noch eine andere Interpretation der Sache, über die ich aber noch ein paar Tage nachdenken muss…
Category: Erlebnisse, Poesie
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